Burgfest Tittmoning
29. Mai - 1. Juni 2003

Die Tuivelsminne auf großer Tour: Vier Tage in Deutschland, um auf dem Burgfest in Tittmoning den Massen einzuheizen. Zusätzlich zu den "normalen" Auftritten im Rahmen der Feierlichkeiten noch ein extra Auftritt am Donnerstag.

Donnerstag: Anreise und Konzert

Anreise:

Arnulf, Rabenbrot und der Mongole haben den Vorabend gemeinsam versoffen. Deshalb auch gleich mal ein zünftiges Frühstück: Arnulf kochte Gulasch.

Die Anreise verlief weitgehend unspektakulär, erwähnenswert: Arnulfs Auto hat einen Bordcomputer! Dieser teilte ihm laufend mit, wie es mit dem Durchschnittsverbrauch aussieht und Arnulf dies dem Rest der Truppe.

Ankunft und Aufbau:

Interessant fanden wir gleich einmal das Ding, das die Hintergrundkulisse zur Bühne bot. Wir sind bis heute der Meinung, es sei ein AKW, was von Einheimischen bestritten wurde (allerdings ist immer noch ungeklärt, warum dann die Mädels dort alle 1,90m groß waren und Hände hatten, mit denen man 30 Eier tragen konnte - Zitat Arnulf).

Ich sag "JA!" zu nuklear.

Nachdem geklärt war, auf welcher der drei Bühnen das Konzert überhaupt stattfinden sollte (Der Veranstalter, wartet mal... ah, der ist an den See gefahren - schwimmen...), wurden in Ruhe alle Vorbereitungsarbeiten für den großen Auftritt abgeschlossen.

Der Gig:

Die Tuivelsminne gab natürlich wie immer ihr Bestes. Ansonsten ist es schwierig, seinen eigenen Auftritt zu beurteilen.

Die After-Show-Party:

Nachdem der Gig vorbei war und eigentlich alles schon auf Nachhausegehen eingestellt war, entstand die typische Eigendynamik:

Die Tuivelsminne spielte nochmal und der harte Kern des Publikums begab sich auf die Bühne zwischen die Spielleute, um dort zu tanzen.

Warum nicht gleich so?!

Für Arnulf ergaben sich dadurch auch noch romantische Verwicklungen, die am zweiten Tage eine Fortsetzung fanden.

Freitag: Day Off

Zünftiges Frühstück:

Rabenbrot hat herausgefunden, dass unsere Unterkunft auch eine eigene Metzgerei angeschlossen hat. Daraufhin hatte er noch am Vortag gleich ein zünftiges Weißwurstfrühstück mit Weißbier geordert (wir waren ja schließlich in Bayern!).

Kernkraftwerk und Heuschnupfen

Nachdem ja schon am Vortage spekuliert wurde, dass es sich bei dem seltsamen Bau, der die Hintergrundkulisse zu dem furiosen Konzert bildete, um ein Kernkraftwerk handeln müsse, wurde, trotz heftigen Leugnens der Einheimischen, unser Meinung durch folgendes Erlebnis bestätigt:

Der irre Martin, der, obwohl Waldviertler Abstammung, kein besonderer Naturbursche sein dürfte, plagte eine Pollenallergie. Deshalb suchte er eine Apotheke auf, in der er ziemlich lange blieb. Als er endlich wieder auftauchte, erzählte er folgende Begebenheit:

Tja, ich steh so in der Apotheke und will eigentlich nur schnell ein paar Augentropfen. Kommt ein Typ herein, so mit Jeansjacke und zwei Plastiksackerln und verlangt nach einem Medikament. Blickt der Herr, der mich gerade bedient, auf und meint: 'Das ist ja ein Medikament, das man nach Reaktorunfällen(!!!) verwendet, das gibt es nur auf Rezept!'. Sagt der Typ: 'Na und, du deppates Oa***loch!!! Gib mir das Medikament'. Dann hat er nur mehr geschimpft, bis er rausgeschmissen wurde.

Was sagt uns das??

Kernkraftwerk und Killerinsekten

Nächster Programmpunkt war der Besuch eines Badeteichs, der von unserm Unterkunftgeber empfohlen wurde.

Nach vergeblichen Versuchen, außerhalb des Strandbades in die Nähe des Wassers zugelangen, wurde beschlossen, die € 1,50 Eintritt zu bezahlen.

Allerdings hatte keiner Badesachen mit, also saß die Tuivelsminne sportlich und sexy in der Unterwäsche herum. Dabei biss eine Pferdebremse von der Größe eines kleinen Hundes dem irren Martin den halben Oberschenkel weg.

Und was sagt uns das??

Romantische Verwicklungen und Bruce Willis

Arnulfs romantische Verwicklungen vom Vortag fanden eine Fortsetzung: Als der Rest der Tuivelsminne zum Festgelände zurückkehrte, um die Beweismittel der Verbrechen des Vortags zu beseitigen, fand der Mongole auf einer seiner Trommeln eine Einladung an unseren Don Juan, l'Amour mit einem Abendspaziergang am heutigen Tage fortzusetzen.

Nach Übergabe der Karte behauptete der Casanova zwar, er sei nicht interessiert, allerdings war er beim Abendessen trotzdem plötzlich verschwunden...

Der Rest jedoch beschloss, sich The Last Boy Scout mit Bruce Willis anzusehen: Mach's nochmal, und ich schlag' dich tot!

Samstag: Die Regenmacher

Der erste Tag des eigentlichen Festes bestand größtenteils aus gewohnter Routine: Der obligatorische Um-/Einzug, der diesmal allerdings sportliche Höchstleistungen abverlangte, da im Ort startend und mit 100% Steigung zur Burg führend. Die meisten der Teilnehmer gaben es bei Halbzeit auf, dabei auch noch zu agieren, sondern beschränkten sich auf hingebungsvolles Pfeifen aus dem letzten Loch (bei den Säcken der Tuivelsminne wäre das ein eingestrichenes G).

Die Regenmacher, Episode I

Die Tuivelsminne hatte ihren ersten Auftritt um 15:00 auf der Bühne der Händlerwiese.

Nachdem die beiden vorherigen Tage die Sonne auf uns herniedergebrannt hatte, trübte das Wetter genau an diesem Tage ein. Pünktlich zu diesem Zeitpunkt begann es, das erste Mal zu regnen. Der Stimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch und Krehpain erhielt endlich einen seiner Herzenswünsche erfüllt: Wasserfontänen, die bei jedem Schlag von Trommeln und Zimbeln aufstiegen.

Nach einer halben Stunden waren sowohl Auftritt als auch Regen wieder vorbei und die Sonne schien wie eh und je...

Die Regenmacher, Episode II

Schauplatz: 16:30, Bühne im Burghof. Die Tuivelsminne betrat die Bühne, es begann zu regnen. Erinnerungen an die Saison 2001 werden wach, wo wir keinen einzigen Auftritt spielten, bei dem sich nicht binnen kürzester Zeit strahlender Sonnenschein und 30° im Schatten in dunkle Gewitterwolken und geöffnete Himmelsschleusen verwandelten.

Die Regenmacher, Episode III

Die Tuivelsminne spielte an diesem Tag nochmals und...

Anscheinend stehen wir unter der besonderen Aufmerksamkeit eines bestimmten Gottes, dessen Hammer über uns wacht.

Gemütliches Beisammensein

Auf Anordnung des Veranstalters mussten alle Akteure bis 00:00 auf dem Festivalgelände anwesend sein, was motivationstechnisch aufgrund des jetzt unabhängig von der Tuivelsminne agierenden Himmelsquells anfangs ein Problem darstellte.

Allerdings fanden wir bald ein trockenes Plätzchen in einem Zelt und für flüssig' Brot wurde auch gesorgt. Arnulf unterhielt das anwesende Volk mit schmutzigen Liedern und der irre Martin war von weiblichen Fanscharen umlagert. Da er aber als ehemals frommer Mönch noch immer dem Zölibat anhängt und außerdem brav seine Medikamente genommen hatte, blieb er wie immer reserviert und höflich.

Rot-Weiß-Rot bis in den Tod

Für weitere Unterhaltung sorgte auch ein österreichisch-stämmiger Mitarbeiter des Veranstalters, der mit oben genannter Parole im 5-Minuten-Takt aufwartete und versuchte, einen Kleinkrieg zwischen den Einheimischen und uns Österreichern anzuzetteln. Da die Tuivelsminne aber

  1. den Todtentanz noch nicht gespielt hatte und
  2. aus Spielleuten und nicht aus Kriegern besteht,

blitzte er mit seinem Ansinnen ab, was ihn in Depressionen stürzte, bei der uns aber eher für Erheiterung sorgte. So ging der Abend friedlich und im Sinne der Völkerverständigung zu Ende.

Sonntag: Wiederholung

Viel neues gibt es ja zum Sonntag nicht mehr zu berichten: Eine Wiederholung der Geschehnisse des Samstags mit dem Unterschied, dass das Wetter mitspielte.