900 Jahre Mercatum Judenpurch
21. Juni 2003

Anlässlich des 900-Jahr-Jubiläums der Markterhebung Judenburgs wurde ein riesiges Spektakulum veranstaltet.

Die Tuivelsminne war zwar nur am Samstag dabei, aber das genügte. Bei diesem Auftritt wurde Arnulf, der anderweitig beschäftigt war, von Al Ahzred, einem völlig wahnsinnigen Araber vertreten.

Alles in allem eine gelungene Feierlichkeit mit zwei Höhepunkten für die Tuivelsminne:

Festumzug

Endlich wieder ein Auftreten, welches dem Ruf der Tuivelsminne, den sie zumindest früher hatte, gerecht wurde:

Um 14:00 startete der der größte mittelalterliche Festumzug, den Österreich je gesehen hat. Um 12:00 hatte die Tuivelsminne bereits jenen Promillespiegel, durch den sie seinerzeit bekannt und berüchtigt wurde.

Olympiade, oder was?

Man darf nicht vergessen, dass ein Umzug mit über 1000 Akteuren einiges an Organistaion verlangt. Deshalb wurden die Gruppen auch nummeriert und mußten in einer festgelegten Reihenfolge starten. Überrascht waren wir über das Schild, das jede Gruppe bekam. Noch überraschter allerdings über den Wortlaut:

43
Musikanten
Tuivelsminne/Traiskirchen

(Man beachte die Größenverhältnisse der Schriften!)

Unserer bescheidenen Meinung nach wäre es so besser gewesen:

43
Die Tuivelsminne
Musikanten

Olympiade!

Nachdem wir die Kapuze des irren Martins noch mit Bier vollgestopft hatten (man braucht ja Proviant bei so einem Marsch!), ging es los.

1. Etappe

Gleich beim Losmarschieren stellte sich heraus, dass wir direkt vor einer anderen Musikgruppe gereiht waren, deren Instrumentarium etwas leiser war als unseres. Deshalb wurden wir gebeten, ein, zwei Gruppen zu überholen, um keine Konflikte zu verursachen.

2. Etappe:

Da die Tuivelsminne barfüßig unterwegs war, der Asphalt kochte und der Umzug immer wieder genau in der Sonne ins Stocken geriet, war die Suche nach Schatten eine der Hauptaufgaben. Dies führte dazu, dass weiter andere Gruppen (auch rechts!) überholt wurden und brachte uns insgesamt um 7 Plätze nach vorne.

Zieleinlauf:

Ein legendärer Zieleinlauf, wie er im Buche steht: Da wir keinen Träger für das Schild freihatten, wurde es an der Trommel des irren Martin befestigt. Damit dieser aber auch noch Sicht auf die Strecke hatte, blieb als einzige Lösung, das Schild nach unten schauen zu lassen.

Da es sich nicht gehört, Lebensmittelverpackungen einfach auf der Straße zu entsorgen, lagerten wir die leeren Proviantdosen auf unseren Instrumenten zwischen. So wurden wir auf dem Judenburger Hauptplatz vom Herold erwartet, der uns ansagen sollte. Er wurde allerdings vom Boxenfunk nicht über unsere aktuelle Position informiert, was zu Verwirrung führte, von der Al Hazred durch Verlieren seines Rockes gekonnt ablenkte.

Konzert

Der geneigte Leser ist sicher schon gespannt, ob die Tuivelsminne den Promillespiegel des Festumzuges bis in den Abend retten konnte. Hier die Antwort: Ja, sie konnte!

Zumindest die Augen von Rabenbrot und Krehpain erinnerten stark an die runden Gläser, in denen manche Leute lebende Goldfische aufbewahren. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Der Scheitan und seine Tarabuka

Nachdem die Bühne von Polstermöbeln(?!) geräumt war und das Zeugs der Tuivelsminne oben stand, konnte es losgehen. Für die Stimmung war es sicherlich förderlich, dass es bereits dunkel wurde und wir konnten beobachten, dass immer mehr Leute zuerst stehenblieben und dann auch tanzten.

Hier hatte auch Al Hazred mit seiner Tarabuka endlich Gelegenheit zu zeigen, was er kann. Nachdem er sich beim Umzug als Bannerträger betätigt hatte, konnte er jetzt den irren Martin und den Mongolen darin unterstützen, dem Volk den Veitstanz ins Gebein zu treiben.

Feurio!

Nach dem regulären Auftritt stand noch eine absolut feine Feuershow von Jakobus, dem Gaukler auf dem Programm, der uns bat, diese musikalisch zu untermalen. Dies wurde natürlich nicht abgeschlagen und führte zu einem visuell-akustischem Spektakel, das weiteres Volk anzog, so dass der gesamte Hauptplatz gefüllt war.